Das Leben ist kein Ponyhof

Hallo ihr Lieben,

vielleicht hätte ich Prinzessin werden soll, dann wäre das alles nicht passiert. Aber nein – ich  musste ja studieren und mir einen anständigen Beruf suchen. Das hab ich jetzt davon! Mir ist ein Nagel eingerissen *Drama, Baby, Drama*. Und das auch noch so kurz vor der frischlackiert-Challenge bei der ich doch unbedingt dabei sein will! Das darf nicht sein. Es gilt also zu retten, was zu retten ist.

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das Malheur am Ringfinger
Wie repariere ich also einen eingerissenen Nagel?

Ich habe die üblich bekannte Teebeutel-Methode benutzt. Sie hat mich schon ein paar mal gerettet. Bedacht tigerte ich also durch die Drogerie. Eigentlich wollte ich so einen Kleber für künstliche Fingernägel von fingers kaufen, hatte aber dann gesehen, dass auch essence einen Nagelkleber im Sortiment hat. Der Sparfuchs in mir hat sich für den günstigeren essence Kleber entschieden für 2,45€.

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Zuhause suchte ich also meine Utensilien zusammen und dann wurde auch schon losgeklebt. Teebeutel, Kleber, Pinzette und Feile. Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass ganz normale Teebeutel von vorportionierten Kammerteebeuteltees (sieben e’s auf einen Streich) deutlich besser funktionieren als diese offenen Teebeutel für losen Tee. Denn sie sind feiner gewebt als diese für losen Tee.

Zweite Erkenntnis: Teebeutel reißen ist besser als schneiden. Häufig sieht man, dass ein viereckiges Stück ausgeschnitten wird, welches dann auf die Stelle geklebt wird. Meiner Meinung ist das Humbug. Meist ist es genau die gerade Kante, die man dann deutlich sehen kann. Außerdem erzeugt man so eine ganz definierte Stelle an der man hängenbleiben und auch – ja lasst uns ehrlich sein – knibbeln kann. Ich reiße meine Teebeutel nur noch. An den Rändern bleiben dann meist unterschiedlich lange Fasern stehen, die den Flicken dann wie Baumwurzeln in jede Richtung fixieren. Zudem ist der diffuse Rand weniger deutlich wahrzunehmen und das Ergebnis fällt viel weniger auf.

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Also los geht’s. Zunächst so vorsichtig wie möglich den – falls vorhanden – Nagellack entfernen ohne alles noch schlimmer zu machen. Danach wird größenadaptiert ein Stück Teebeutel zurecht gerissen. Kleber auf die Stelle und zügig das Stückchen aufbringen. Ich nehme dafür meist eine Pinzette, sonst klebe ich mich noch an mir selbst fest.

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Für einen kurzen Moment ist das Teebeutelstückchen noch verschiebbar. Danach wird alles fest gedrückt bis der Kleber hart ist. Solltet ihr die Möglichkeit haben mit dem Stückchen auch hinter den Nagel zu kommen und ihn sozusagen ummanteln könnt – macht das! Die Stabilität wird dadurch deutlich erhöht. Je nachdem wo der Nagel aber gerissen ist, ist das leider nicht immer möglich.

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Etwaige Ecken und Kanten können jetzt mit einer Feile leicht abgeflacht und korrigiert werden, aber bitte nicht zu viel des Guten. Es soll ja halten. Anschließend mache ich gern noch eine Schicht Kleber drüber und versuche dabei die Oberfläche so eben wie möglich zu bekommen.

» That’s it. «

Im Akutfall (Sonntag Abend in den Anden) kann man das Teebeutelstückchen natürlich auch mit Klarlack fixieren. Hält zwar nicht so lang, hilft aber erstmal.

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Tada. Fast nichts mehr zu sehen.

Kennt ihr noch andere Tipps wie man einen Nagel retten kann? Ich hatte auch mal von einem Pulver gelesen, in welches man den Nagel tunkt, aber natürlich habe ich wieder vergessen wie das heißt. -.-

Unterschrift Vola

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12 Gedanken zu “Das Leben ist kein Ponyhof

  1. Benutze den Tipp auch jedes Mal, wenn ich einen Riss in den Nagel bekomme. Ich hab zwar ziemlich stabile Nägel, aber ab und an kommt das halt doch mal vor und da ich meist immer recht lange Nägel habe, hab ich keine Lust, dass die abreissen, oder ich sie kürzer feilen muss. Finde das mit dem Teebeutel immer eine perfekte Lösung und wenn man ganz normal überlackiert, sieht man das absolut nicht mehr. :)

    xoxo, Merce
    http://www.its-mercedita.blogspot.de

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  2. wow, den trick kannte ich noch gar nicht! O.o sehr praktisch.
    irgendwie hab ich ja ultra schlechte nägel, sodass bei mir nach spätestens 2 wochen nagellack tragen (mit zwischendurch farbe wechseln und natürlich immer mit base coat) die nägel anfangen, „abzublättern“ und dann bevorzugt am daumen einreißen. hast du vllt einen tip für mich, wie ich das vermeiden kann? ansonsten muss ich mich mal nach nagelkleber umsehen. aber auf dauer ist das ja trotzdem nix.

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    1. Das Problem hatte ich, deswegen habe ich mal wieder hiermit begonnen. Falls du schon von Natur aus eher harte Nägel hast, kann mangelnde Feuchtigkeit auch ein Grund sein. Immer schön regelmäßig eincremen und abends gern etwas reichhaltiges auf die Nägel. Der ideale Nagel wäre quasi hart genug, um nicht wie Blatt Papier einzureisen. Aber auch gut durchfeuchtet damit er flexibel bleibt, um nicht beim kleinsten Stoß abzubrechen, sondern nachgeben kann!

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